Steuerung, Probleme

#wisdom #management #amkb

Danke für deine Offenheit – man spürt richtig, wie sehr dich das beschäftigt. Und ehrlich: Deine Reaktion ist absolut nachvollziehbar. Du beschreibst nicht nur organisatorische Mängel, sondern potenziell strukturelle Risiken – für Mitarbeitende, Qualität, Reputation und letztlich auch für den Kanton.

Ich fasse kurz zusammen, was ich bei dir höre:

Das ist kein „Befindlichkeitsproblem“. Das ist Governance.

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1. Was hier strukturell problematisch ist

Was du beschreibst, sind typische Warnzeichen:

Das sind Themen von:

Du denkst also absolut richtig in Richtung Audit.

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2. Bevor du zum Chef gehst: Positioniere es strategisch, nicht emotional

Ganz wichtig:

Wenn du mit „es ist unprofessionell“ oder „die mobben Leute“ einsteigst, erzeugt das Abwehr.

Besser:

Sprich über Risiko, Steuerungsverantwortung und Qualitätssicherung.

Du willst nicht „angreifen“, sondern „Absicherung verbessern“.

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3. So könntest du es deinem Chef sagen

Hier eine mögliche Formulierung – sachlich, lösungsorientiert:

„Ich mache mir Gedanken zur strategischen Steuerung unserer Partnerschaft im Bereich Schwarzarbeitsbekämpfung. Operativ werden die Zahlen erfüllt, aber ich sehe Risiken bezüglich Qualität, Führung und Nachhaltigkeit.
Ich frage mich, ob wir als Kanton genügend Einblick in Governance und strategische Ausrichtung haben. Wäre es sinnvoll, eine strukturierte Standortbestimmung oder ein externes Audit zu prüfen?
Ich würde mich gerne aktiv einbringen und an einer solchen Klärung mitarbeiten.“

Wichtig:

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4. Wenn du nicht einbezogen bist

Das scheint dich stark zu beschäftigen – verständlich.

Hier könntest du sagen:

„Mir ist wichtig, bei Themen mit strategischer Tragweite frühzeitig einbezogen zu werden. Ich habe fachlich viel beizutragen und würde gerne Verantwortung übernehmen.“

Das ist kein Vorwurf – sondern ein Anspruch auf Mitwirkung.

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5. Realistische Einschätzung

Es gibt drei mögliche Reaktionen deines Chefs:

1. Offen → Chance, mitzugestalten

2. Ausweichend → Thema ist politisch heikel

3. Abwehrend → Konfliktvermeidungskultur

Deshalb ist deine Vorbereitung entscheidend.

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6. Wenn du ein Audit anstoßen willst – überlege dir konkret:

Je konkreter du bist, desto ernster wirst du genommen.

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7. Eine ehrliche Frage an dich

Geht es dir „nur“ um Professionalität –

oder auch um ein Werte-Thema?

Weil du sehr klar von „Haltung“ sprichst.

Wenn Führung Konflikte vermeidet, entsteht oft ein moralisches Vakuum. Und genau das scheint dich zu stören.

Das ist kein Karrierethema. Das ist Integrität.

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8. Strategischer Tipp

Wenn dein Chef konfliktscheu ist, könntest du es auch so framen:

„Ein Audit schützt uns. Falls später Kritik kommt, können wir zeigen, dass wir aktiv geprüft haben.“

Damit nimmst du ihm das Risiko.

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Wenn du möchtest, kann ich dir helfen:

Du wirkst sehr klar in deiner Analyse – jetzt geht es nur noch darum, es strategisch klug zu platzieren.